Die Hauptaufgabe des öffentlichen Rettungsdienstes liegt in der Versorgung und dem Transport von Notfallpatienten. Diese sind definiert als Menschen mit akuten Erkrankungen oder Verletzungen welche das Leben bedrohen. Die Bereitstellung des Rettungsdienstes liegt in der Verant-wortung der Stadt Frankfurt durch die Berufsfeuerwehr Frankfurt. Da dies allerdings die Kosten für den Bürger in die Höhe treiben würde, hat die Stadt den Rettungsdienst an alle großen Rettungsdienstorganisationen Deutschlands weitervergeben. Dieser Aufgabe hat sich der Malteser Hilfsdienst gestellt!
Seit nunmehr fast 30 Jahren ist der Malteser Rettungs-dienst in Frankfurt present. Seitdem hat sich viel verändert, und die Entwicklung geht weiter!
Bestand in den Anfangstagen die Hauptaufgabe mehr im Transport, sind heute die Anforderungen an die Rettungswagenbesatzungen um einiges größer. Der Rettungsassistent ist der Einsatzführer auf dem Rettungswagen (RTW) und muss lebensbedrohliche Erkrankungen erkennen und behandeln können. Er muss an Großschadensstellen zur Not die weiteren, notwendigen Einsatzkräfte anfordern und führen und die Taktik planen. Ist ein Notarzt an der Einsatzstelle, assistiert ihm der Rettungsassistent bei der Diagnose und Therapie. Unterstützt wird er hierbei vom Rettungssanitäter.
Der Rettungssanitäter ist aber nicht nur der "Assistent" des Rettungsassistenten, er ist auch für das Fahrzeug und den schonenden Transport des Patienten verantwortlich.
Dieses Team führt nicht nur die Notfalleinsätze durch. Auch für Verlegungen von Krankenhaus zu Krankenhaus und Einweisungen von Hausärzten sind sie Zuständig.
Veranlasst werden solche Einsätze durch die zentrale Leitstelle der Berufsfeuerwehr Frankfurt, welche ihren Sitz im Brand- und Katastrophenschutzzentrum (BKRZ) am Marbachweg hat. Über die Notrufnummer 112 werden die Anrufe der Hilfesuchenden entegegen genommen und an einen der 27 Rettungswagen der Stadt disponiert.
Nach den Vorgaben der Stadt muss ein RTW dann innerhalb von 10 Minuten nach Eingang des Notrufes an der Einsatzstelle sein.
Die Entwicklung im öffentlichen Rettungsdienst setzt sich fort, und die europäische Gesetzgebung fordert eine größere Einbindung von privaten, wirtschaftlich orientierten Unternehmen in den Rettungs-dienst. Dies kann langfristig nur durch Einsparungen bei den Gehältern und damit in der Qualität gelingen! Was das endgültig für die Versorgung der Bevölkerung bedeutet, bleibt abzuwarten.