Johannes Pranghofer

Lehrrettungsassistent

Leiter Ausbildung

Projektleiter Kat-Schutz

Malteser Hilfsdienst gGmbH

Schmidtstr 67

60326 Frankfurt am Main

Ein Sturmtief mit Regenmassen und orkanartigen Böen zieht über die Stadt. Überall stürzen Bäume um - ein Unfall nach dem anderen lassen Feuerwehr und Rettungsdienst kaum zur Ruhe kommen

Frankfurt. (Tul) Unter dem Szenario „Herbststurm“ wurde Mitte Oktober die zweite Katastrophenschutzübung des Technischen Hilfswerks (THW) zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst und dem Kreisfeuerwehrverband Frankfurt durchgeführt.

Angenommen wurde ein Herbststurm, der Rettungsdienste und Feuerwehren derart einbindet, dass die Versorgungs- und Hilfeleistungseinheiten des Katastrophenschutzes alarmiert werden müssen.

Mit über 100 ehrenamtlichen Helfern und den Auszubildenden des Rettungsdienstes wurden 13 Szenerien gestellt, in denen die einzelnen Organisationen mit ihrem ganzen Know How gefragt waren.

Die Einsätze beschränkten sich nicht nur auf Verkehrsunfälle aufgrund schlechter Sichtverhältnisse oder umgestürzte Bäume, die Fahrzeuge unter sich begruben. Auch das „tägliche Geschäft“ des Rettungsdienstes wurde durchgespielt: ein Suizidversuch in einer Garage und die Versorgung einer Reisegruppe, die sich mit dem Norovirus infiziert hatte.

Ein besonderer Unterrichtstag

Für die Auszubildenden im Rettungsdienst und die ehrenamtlichen Katastrophenschutzhelfer war „Herbststurm“ eine gute Gelegenheit, erlernte Theorie in die Praxis umzusetzen.

Dazu trug bei, dass die Übung besonders realitätsnah ausgerichtet war, unter anderem durch den hervorragenden Beitrag der Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“ (RUD) aus Kelkheim. Die mobile Leitstelle aus Oestrich-Winkel überwachte und koordinierte mit ihrem neuen Einsatzleitwagen die Einsätze und Helfer.

Aufregendes Finale

Zum Abschluss der Übung waren nochmals alle Helfer gefragt. In einer angenommenen Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus galt es das entstandene Feuer zu löschen sowie Verletzte zu retten und zu transportieren.

Um 21 Uhr war es dann geschafft! Nach dem Abbau fuhren alle Beteiligten erschöpft aber zufrieden und um viele Erfahrungen reicher zu ihren Standorten zurück.

(Fotos: Matthias Wach)

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